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Das Klimakterium  –  Erlösung? Fluch? Schicksal?

Das Klimakterium  –  Erlösung? Fluch? Schicksal?

Ein ganz wichtiges Thema, das in der gynäkologischen Sprechstunde häufig und frühzeitig zur Sprache kommt, ist das Klimakterium.

Nach medizinischer Definition bedeutet das Klimakterium das Ende der natürlich auftretenden Regelblutung durch Beendigung der hormonellen Aktivität der Eierstöcke. Im statistischen Mittel ist das heute in Europa zwischen dem 50. und  51. Geburtstag der Fall, allerdings gibt es große Abweichungen davon, wir kennen Frauen die spontan die Menopause schon mit 40 Jahren erleben oder auch erst mit 60 Jahren.

In ganz unterschiedlichen Situationen bewegt dieses Thema heute die Frauen.

Schon im Alter ab 35 Jahren können sich erste Zyklusunregelmäßigkeiten bemerkbar machen, oft ist dann aber der Kinderwunsch noch nicht abgeschlossen, manchmal auch noch gar nicht in Angriff genommen, da erscheint die Vorstellung des möglichen Klimakteriums natürlich plötzlich bedrohlich. Die eigene Einschätzung der Jugendlichkeit  und der Zeit, die für die Familienplanung zur Verfügung steht, erscheint unsicher und wenig planbar, das macht den Frauen oft Angst.

Die Möglichkeiten

Dennoch hat die Medizin heute viele Möglichkeiten, den Kinderwunsch auch jenseits der 35 Jahre zu erfüllen, nur sollte man sich besser frühzeitig Gedanken zur eigenen Lebensplanung machen und auch dies mit dem Frauenarzt besprechen.

Auch die Frage der möglicherweise auftretenden Beschwerden bewegt die Frauen, jeder hat im Allgemeinen schon schlimme Erzählungen von schlaflosen Nächten und verschwitzten Tagen gehört, auch die Vorstellung einer klimakterischen Depression in einer eigentlich aktiven, glücklichen Lebensphase klingt erschreckend. Dazu kommt die Angst vor körperlicher Veränderung, z.B. Gewichtszunahme, trockene Haut und Schleimhäute, sichtbare Alterung?

Diese Fragen lassen sich eigentlich nur sehr individuell beantworten und sollten deswegen in Ruhe mit dem Frauenarzt besprochen werden, wobei es ganz wichtig ist, die persönliche Situation der Frau zu berücksichtigen und wirklich alle Ängste, Vorbehalte und  Bedenken zur Sprache zu bringen.

Generell kann man sagen: etwa ein Drittel aller Frauen kennt keine klimakterischen Beschwerden, ein Drittel erlebt leichte Symptome, d.h. sporadische Hitzewellen, die sich anfühlen wie ein früheres Erröten in der Pubertät, gelegentlich auch nachts auftreten aber meist gut tolerabel sind und nach einigen Monaten seltener werden.    Hierfür stehen uns eine Vielzahl von pflanzlichen Präparaten zur Unterstützung dieser Lebensphase zur Verfügung.

Aber ein Drittel aller Frauen hat wirklich heftige Beschwerden, die dann die tägliche Lebensqualität beeinträchtigen. Für diese Frauen hat die moderne Medizin aber eine große Anzahl von Hormonersatzpräparaten zur Verfügung, die zwar nicht gänzlich ohne Nebenwirkungen aber mit vielen Vorteilen ausgestattet eine rasche und in der Regel komplette Wiederherstellung der Lebensqualität bewirken können. Dies wurde in den letzten Jahrzehnten durch ausgedehnte medizinische Studien optimiert und kann heute ganz individuell dosiert werden.

Der Lebensstil

Darüber hinaus sollte der Augenmerk auch auf den prinzipiellen Lebensstil gerichtet sein, eine frische, ausgewogene Ernährung, Verzicht auf Nikotin und regelmäßigen Alkoholkonsum, Sport sowohl im Ausdauerbereich als auch zur Muskelkräftigung und Unterstützung von Flexibilität und Koordination, und ganz sicher auch die Berücksichtigung der mentalen Gesundheit, Gelassenheit, Selbstbestimmung, Stressabbau sind hier die Schlüsselbegriffe.

Und wie sieht es mit der Verhütung aus? Vielleicht rät der Frauenarzt wegen bestimmter Risiken von der Einnahme der Antibabypille ab, vielleicht werden Hormone insgesamt schlechter vertragen, eine Kupferspirale wegen starker Blutungen bei Myomen der Gebärmutter nicht empfohlen und die natürlichen Methoden funktionieren wegen des unregelmäßigen Zyklus nicht? Dennoch ist das Eintreten einer Schwangerschaft möglich, aber gar nicht mehr gewünscht?  Hier können Hormonbestimmungen im Blut das individuelle Schwangerschaftsrisiko näher bestimmen und Entscheidungshilfe dafür sein, ab wann keine Schwangerschaftsverhütung mehr erforderlich ist.

Die Frage, ob das Klimakterium jetzt Erlösung, Fluch oder Schicksal ist, ist nicht generell zu beantworten, es ist aber sicher ein Thema, das bewältigt werden kann, und sollte uns keine Angst machen.

Sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt darüber.

 

Ihre Dra. Christiane Springer

Frauenärztin im Internationalen Facharztzentrum Palma Porto Pi

Centro Médico Porto Pi
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