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Wenn Narben zum Problem werden

Wenn Narben zum Problem werden

Unsere Haut reagiert auf tiefere Verletzungen immer mit der Bildung von Narbengewebe. Dieses normale Narbengewebe ist eine Art „Reparaturgewebe“ mit dem unser Körper Wunden füllt und verschließt.

Üblicherweise ist die Narbe klein und flach und verblasst im Laufe der Zeit fast bis hin zur Unsichtbarkeit. Bei manchen Wunden bildet unser Körper aber zu viel „Reparaturgewebe“, die Narbe ist aufgeworfen und hart, sie kann bei Wetterumschwung jucken oder schmerzen oder einfach nur unschön aussehen.

Bei wulstigen Narben spricht man von hypertrophen Narben. Wenn das Narbengewebe sogar über die ursprüngliche Wunde hinauswächst, entstehen sogenannte Keloide. Diese Narben haben dann weit mehr als nur eine kosmetisch-ästhetische Bedeutung. Sie können sogar zur Bewegungseinschränkung der betroffenen Region führen und müssen dann zwingend behandelt werden.

Warum unser Körper mit überschießender Narbenbildung reagieren kann, ist auch heute noch nicht vollständig bekannt. Sicher ist, dass manche Menschen eine Veranlagung dazu besitzen. Aber auch die Art der Verletzung beeinflusst die Bildung von Narbengewebe. So tendieren Verbrennungswunden, entzündete oder verunreinigte Wunden häufiger zu Hypertrophennarben.

Die Behandlung problematischer Narben fällt in den Bereich von Hautarzt und Chirurg.  Als einfachste Maßnahme gilt die Anwendung von bestimmten Narbengels oder Silikonkompressen. Reicht das nicht aus, wird örtlich Cortison in Form von Salben oder kleinen Spritzen angewandt. Auch das Einfrieren von Narben, die sog. Kryotherapie, kann allein oder in Kombination erfolgversprechend sein. Die Entfernung einer hypertrophen Narbe kann zudem mit Hilfe von geeigneten Lasersystemen erfolgen. Manchmal muss Narbengewebe auch chirurgisch entfernt und mit Hauttransplantationen plastisch versorgt werden.

Eine Narbenbehandlung ist immer eine sehr individuelle Therapie, wobei der erfahrene Arzt häufig mehrer Therapiemodalitäten kombinieren muss.

Wunder gibt es bekanntlich auch bei der Narbenbehandlung nicht. Eine Verbesserung ist aber durch differenzierte Therapiemaßnahmen immer erreichbar.

 

Ihr Dr. Jens D. Löhnert
Facharzt für Dermatologie, Allergologie und Venerologie
Ästhetische Dermatologie

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